Wer kennt das nicht?

Wer kennt das nicht? Da hat man ein paar freie Tage, kommt zur Ruhe, entspannt, relaxed oder chillt, wie man es auch nennen mag. Mir geht es immer so, dass ich am liebsten dort meine Zelte aufbauen möchte, wo ich es dann gerade toll finde. Egal an welchem Urlaubsort ich in meinem Leben war, ich wollte dort am Liebsten bleiben, eine Wohnung mieten, ein Haus oder eine Hütte kaufen und als ich noch jünger war, am Strand leben. Klar war für mich, dass ich dort arbeite, mich halt niederlassen. Nur was, das war immer die Frage, es fehlte die Idee. Jetzt mal ehrlich, habt ihr nie den Gedanken gehabt? Automatisch, also zumindest bei mir, stellt sich dann immer die Frage „Wovon soll ich denn hier leben? Als nicht talentierter, kreativer Mensch, also jemand der nicht aus sich heraus kreative Dinge schöpft bleiben dann nur noch die klassischen handwerklichen Berufe. Wie sagt man so schön „Handwerk hat goldenen Boden“ Ich backe mein Brot in Mittelamerika, ich koche meine Gerichte in Asien, ich schreinere meine Hütte in den USA und baue den Leuten Küchen ein, und, oder! Wer kennt sie nicht, die Berichte der privaten Sender? Von den Auswanderern, oder denen, die Ihren Beruf im Ausland ausüben können oder dürfen. Eine Boutique auf Mallorca, eine Strandbar in Brasilien, eine Farm in Afrika, eine Tauchschule in Costa Rica, ein Küchenchef auf einem Kreuzfahrtschiff, das Praktikum auf einer biologischen Station, eine Eventmanagerin im Vorzeigehotel in Dubai……die Liste ist lang. Die Liste derer die scheitern ist mindestens genau so lang und den privaten Sendern, die Rubrik „Die Rückkehrer“ wert.

Wer kennt das nicht, wenn Du zur Ruhe kommst, da denkst Du nach. Vielleicht über neue Projekte, Erfindungen oder Geschäftsideen. Lassen wir mal „das Projekt“ im folgenden Absatz auch synonym für Erfindungen oder Geschäftsideen stehen. Meistens scheitert es schon an der Umsetzung, oder man lässt sich von seinen Freunden oder der Familie abbringen. Hirngespinst, wovon willst Du denn leben, lass die Finger davon, das ist nichts für dich. Stört man sich nicht daran, kommt die Frage der Umsetzung. Biss ist gefragt. Wo kommt das Startkapital her? Was man ja unweigerlich braucht. Wonach und wie recherchiere ich eigentlich? Wie kann ich andere Menschen für mein Projekt begeistern? Wie und zu welchem Zeitpunkt kann ich was am besten umsetzen? Allgemein gültige Antworten kann ich mit Sicherheit nicht darauf geben. Eins steht fest. Am Anfang steht die Idee, das Projekt. Und es steht noch etwas fest. Man braucht Herzblut. In anderen Worten, ein großes inneres Engagement. Gefolgt von Ausdauer und Idealismus. Aber bitte Vorsicht was den Idealismus angeht, zumindest dann, wenn man irgendwann einmal von seinem Projekt leben möchte. Alles andere wird die Zeit bringen und die sollte man sich nehmen. Lasst die Dinge wachsen, beschäftigt euch aber weiter mit eurem Projekt, sonst wird das nichts. Baut es aus, sammelt die Puzzleteile. Was denkt ihr? Mit Sicherheit sind die wenigsten Leute davon reich geworden, dass sie die „Eine“ Idee hatten.

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